Du oder Sie?

Ich bin ein wenig neidisch.
Alle englisch sprechenden Mitmenschen haben es leicht. Durch das simple „you“ erübrigt sich die Frage nach dem „Du“ oder „Sie“. Gerade bei der Bearbeitung meiner Webseite habe ich gemerkt, wie schwierig dieses Thema ist. Duzen oder siezen? Die Texte werden automatisch emotionaler und persönlicher, wenn ich meine LeserInnen duze. Aber möchte sich jeder gleich im ersten Anlauf duzen lassen? Ich persönlich bin ja kein Freund von „Zwangsgeduze“.
Kürzlich war ich mit meiner Familie in einer Punk-Kneipe zum Abendessen. Die Bedienungen sind dort angewiesen die Gäste zu duzen, was grundsätzlich ins ungezwungene Konzept einer solchen Kneipe passt.
Schräg empfand ich die Sache allerdings in dem Moment, als die flotte Kellnerin den locker mal 75jährigen Gast am Nebentisch, der offensichtlich auf eine Festgesellschaft wartete,  mit „Du“ ansprach. Dieser reagierte höflich, aber sichtlich irritiert auf die Zangsduzerei.

Wenn es in meinem Beruf zu einem Erstkontakt kommt, verwende ich selbstverständlich die Höflichkeitsform. Ich sieze Sie 😉 . Wir kennen uns noch nicht und wir wissen auch noch nicht, ob wir füreinander geschaffen sind. Sollte der Erstkontakt gleich von Beginn an von Eurer Seite mit einem Du beginnen, frage ich nach, ob wir dabei bleiben wollen. Bin ich allerdings schließlich die Rednerin Eurer Wahl, biete ich immer das Du an.
In ganz vielen Fällen gehöre ich nach kurzer Zeit fast zur Familie, da würde sich ein „Sie“ viel zu distanziert anfühlen. Ein „Sie“ könnte wohl auch nicht die nötige emotionale Nähe zulassen, die es braucht, sich in die Paare und Familien einzufühlen, oder im Gegenzug sich richtig fallen zu lassen.

Was die Webseite betrifft, so war es ein langer Kampf zwischen „Du“ und „Sie“ und am Ende hat das „Sie“ gewonnen. Wir dürfen uns ja erst kennenlernen. Wenn wir einander in die Augen sehen, können wir gerne auf die persönliche Ebene wechseln.

Hier im Blog werden „Sie“ aber weiterhin zwangsgeduzt. Ich schreibe diese Texte für unbekannte Menschen, die mich entdecken und verstehen möchten.  Für Menschen, von denen ich hoffe, dass ich sie bald im wirklichen Leben kennenlernen darf.

Darum: Herzlich Willkommen! Schön, dass du da bist!

Vor fünf Jahren…

Ungefähr um diese Zeit, fünf Jahre in der Vergangenheit, lag ich nach einer Mandel OP im Krankenhaus und hatte plötzlich Zeit um nachzudenken. Das mag seltsam klingen, dass ich zum Nachdenken erst ins Krankenhaus musste, es erklärt sich aber, wenn man bedenkt, dass meine Kinder damals bald 3 und 4 Jahre alt waren. So viel Ruhe und Zeit um sich Gedanken über sich selbst zu machen, gibt es im Alltag mit zwei kleinen Kindern eher selten.

Die Elternzeit ging zu Ende und ich musste mir etwas Neues überlegen. Denn wenn eines klar war dann, dass ich nach der Betreuung meiner eigenen Kinder, keine fremden Kinder mehr betreuen wollte. Hochzeiten, Feste, Feiern, Namensgebungen. Das war schon immer mein Thema gewesen. Bis zu diesem Tag hatte ich bereits ettliche Feste für Freunde und Familie ausgerichtet. Zuletzt so erfolgreich, dass ich von den (mir fremden) Gästen gefragt wurde, ob ich das beruflich machen würde…

Die Idee gärte schon lange in mir. Eigentlich gab es nichts, was ich lieber machen wollte. Aber!

ABER!

Da waren plötzlich so viele Argumente gegen eine Selbstständigkeit. Da waren so viele Zweifel. Kann ich das? Darf ich das überhaupt? Wer berechtigt mich dazu?

Was für ein Glück, dass es, in dieser Zeit, und auch heute noch, immer Menschen gibt, die mich begleiten, unterstützen, mir Mut machen, neue Wege zeigen und ganz schlicht, einfach an mich glauben. Allen voran mein großartiger Mann Björn, ohne den die Wortfinderin vermutlich nie auf die Beine gekommen wäre. Ihr alle, die Ihr Euch angesprochen fühlen dürft: DANKE! Ihr habt mir immer dann gesagt: Mach weiter! Gerade dann, wenn ich selbst nicht mehr an mich geglaubt habe, wenn ich dachte, dass ich mich maßlos übernommen habe.

Heute habe ich verstanden, dass jedes einzelne Paar, das mir sein Vertrauen schenkt, mir eine Berechtigung gibt für sie als Traurednerin tätig zu sein. Nicht weil ich es gelernt habe mache ich diesen Beruf, sondern weil ich es kann! Weil es nichts Schöneres für mich gibt, als die Liebe und die Freude in Worten auszudrücken, mich mit Euch als Paar zu freuen und Euren Tag mit Euch zu gestalten!

Die vergangenen fünf Jahre bin ich einen langen Weg gegangen. Aufregend, holprig, spannend, ereignisreich und immer ganz wundervoll! Ich bin gewachsen und habe viel gelernt. Ich lerne immer weiter. Mit jedem neuen Paar und jeder neuen Herausforderung. Ich bin glücklich, den ersten Schritt auf dem Wortfinderinnenweg gegangen zu sein. Damals, vor unendlich weit entfernten fünf Jahren.

Happy  Birthday Wortfinderin!

Was wäre ich nur ohne dich?

Es gibt Dinge, die kann ich sehr gut alleine. Radfahren zum Beispiel oder Texte schreiben. Es gibt aber auch Dinge, die liegen mir nicht. Ich bin eine unglaublich schlechte Automechanikerin und, wenn es darum geht, Grießbrei zu kochen, muss ich auch passen.  Diese Dinge kann ich einfach nicht. Weiterhin bin ich völlig unfähig, Fehler in meinen eigenen Texten zu erkennen. In fremden Texten fallen mir Fehler sofort auf. Wenn es jedoch darum geht, die Worte und Sätze zu sehen, die meinem eigenen Gehirn entsprungen sind: Fehlanzeige! ICH weiß ja, was dort stehen soll!

Das treibt mitunter sehr skurile Blüten. Als ich an den Texten für meine Webseite arbeitete, schickte ich die Probetexte dieser und jener Freundin, um mir deren Meinung anzuhören. Eine meiner Freundinnen zitierte mir einen Satz und schrieb dazu: „Der ist falsch! Den musst du ändern!“ Tatsächlich sah ich den Fehler aber nicht. Ich diskutierte sehr lange über Whatsapp mit ihr, weil mir nicht klar wurde, dass dem Satz ein ganzes Wort fehlte! In meinem Kopf war das Wort genau da, wo es sein sollte. Schließlich schickte sie mir eine Sprachnachricht, in der sie mir den Satz vorlas. Ahhh! Plötzlich ging mir ein Licht auf.

Das ist so. Auch bei den Hochzeitsreden, bei den Reden zur Namensgebung und überhaupt: Bei allem, was ich so schreibe. Aus diesem Grund gibt es die liebe „Frau“ Wortfinesse Tatjana Weichel. (www.wortfinesse.de)

Tatjana korrigiert akribisch meine Reden, damit das Endprodukt auch völlig fehlerfrei in den Geschenkumschlag kommt.

Letztes Wochenende haben wir uns in Leipzig auf der Buchmesse getroffen. Dabei ist auch dieses Selfie entstanden: (bitte den angestrengten Blick auf das Display ignorieren…)

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Nue Bäuerlein, die Wortfinderin und Tatjana Weichel Korrektorat Wortfinesse

Wie meine liebe Mutter immer sagte: „Man muss nicht alles können, man muss sich nur zu helfen wissen!“  Oder wie ich sage: Man muss wissen, wer einem helfen kann!

Danke „Frau“ Wortfinesse!

Ein Wiedersehen!

Bisweilen verknüpft das Leben Ereignisse und Menschen auf sehr unerwartete Weise miteinander.

Letzte Woche kam es zu einem erfreulichen Zusammenspiel, von dem ich Euch heute erzählen möchte. Vor vier Jahren durfte ich ein kleines Mädchen und deren Familie, bei der Vorbereitung zu ihrer Namensgebung begleiten. Es war ein sehr schönes, liebevolles Fest und die erste Namensgebung, die ich als freie Rednerin ausrichten durfte. Schon alleine aus diesem Grund ist sie mir ganz besonders in Erinnerung geblieben. Vor ein paar Wochen rief mich eine Frau an, sie hätte meine Telefonnummer von einem Gast dieser damaligen Festgesellschaft. Die junge Familie hatte ein Kind bekommen und würde sich eine Namensgebung durch mich wünschen. Wir trafen uns, waren uns sympatisch und ich übernahm den Auftrag.

Nun war ich schon sehr erfreut, dass es Menschen gibt, die mich vier Jahre nach einem Fest noch weiter empfehlen. Zeigt das doch, dass die Eindrücke nachhaltig gewesen sein müssen – und zwar im positiven Sinne.

Aber es kam noch besser. Wenige Wochen nachdem ich die Namensgebung mit der Familie festgelegt hatte, bekam ich eine andere Email. Der Vater des Kindes, das ich vor vier Jahren auf dem Weg ins Leben begleiten durfte und aus dessen Fest sich nun eine Empfehlung generiert hatte, schrieb mich an. Seine Frau und er hatten inzwischen ein weiteres Kind bekommen und sie würden sich freuen, wenn ich auch dieses Mal die Namensgebung mit ihnen feiern würde.

Sehr, sehr gerne!

Die Terminfindung brachte die beiden Familien dann, zumindest gedanklich, zusammen – Sie hatten sich den selben Tag ausgesucht. Aber auch das lies sich klären und nun feiern wir an einem Wochenende, an zwei verschiedenen Tagen Namensgebung von zwei wunderbaren Kindern.

Der Kreis schließt sich – wie schön!

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Unter KollegInnen

Hin und wieder kommt es in meinem Beruf auch zu Treffen unter KollegInnen. In den meisten Fällen ist es ein schöner Austausch auf Augenhöhe und gerade unter den Frauen erlebe ich wenig Konkurrenz. Man hilft sich gerne, unterstützt sich, vertritt sich manchmal oder leitet Termine weiter, die man selbst nicht übernehmen kann. Jede(r) von uns weiß, dass seine Art zu arbeiten sich ganz individuell von der des Anderen unterscheidet und für alle Paare das passende TraurednerInnen Deckelchen existiert.

Naja klar, immer klappt das nicht so harmonisch, aber über diese Fälle will ich gar nicht reden.

Die Begegnungen die bereichern, sind die Offenen, die Fruchtbaren, die Angstfreien und Fließenden. So wie heute mit einer meiner Lieblingskolleginnen Tanja Mazurek (www.herzenworte.com)

Bei einem gemütlichen Tee bei ihr zu Hause ging es um Hochzeiten und Namensgebungen, Werbung und persönliche Strategien, Herausforderungen und Glücksmomente. Sprich: um den Alltag einer freien Rednerin. Wie machst du das eigentlich? Unser Beruf ist zwar immer mehr im Kommen, doch immer noch recht ungewöhnlich und selten. Es gibt Themen, Problematiken und Erlebnisse, die man nur schwer mit anderen UnternehmerInnen teilen kann. Jemand wie Tanja, die mitten im Geschehen steckt und Einblick in die Abläufe hat, kann ganz andere Impulse geben. Das beruht natürlich auf Gegenseitigkeit.

Ich glaube, nach dem Treffen sind wir beide wieder ein wenig gereifter, als bei unserer letzten Zusammenkunft. Ich bin gespannt, wie es sein wird, wenn wir uns das nächste Mal sehen. Ich freue mich schon darauf! Danke für alles!

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Und plötzlich bist du da – Namensgebung

„Ich habe das Gefühl, du warst immer schon hier…“

Es gibt Themen, die kommen immer geballt. Gerade ist es das Thema Namensgebung, das sich wieder in meinem Leben breit macht.

Namensgebungen, um das kurz zu erläutern, ist sind Feste,  Zeremonien, die das Kind im Leben und in der Familie willkommen heißen. Oft werden sie mit einer religösen Taufe  verglichen. Das Fest ansich hat auch einen ähnlichen Hintergrund, mit dem großen Unterschied, dass das Kind durch eine Namensgebung nicht an eine religiöse Gemeinschaft gebunden wird.

Die letzten Jahre war es mit den Namensgebungen eher ruhig, was ich persönlich sehr schade finde. Die Kinder im Leben willkommen zu heißen ist mir immer eine ganz besondere Freude! Ich denke das liegt daran, dass diese Möglichkeit noch nicht besonders verbreitet ist. Genau wie die freien Trauungen in den letzten Jahren häufiger und auch bekannter geworden sind, bin ich überzeugt davon, dass auch die Namensgebungen und Willkommensfeste in den nächsten Jahren an Zahl zunehmen werden. Tatsächlich hatte ich letzten Tagen gleich zwei Anfragen für eine Namensgebung und mit einer Familie habe ich mich bereits getroffen. Ich freue mich unglaublich darauf in die Planung zu gehen. Jede Geburt ist ein Ereigniss, dass sich kaum in Worte fassen lässt, jedes Kind ist ein Geschenk an das Leben. Wir können viel von „unseren“ Kindern lernen, wenn wir  sie mit offenem Herzen und wachem Blick begleiten. Sie zeigen uns die Welt durch ihre Augen und sie spiegeln unser eigenes Wesen wieder und zeigen uns auf wer wir sind.

Ich habe selbst zwei Kinder und auch wenn sie inzwischen unfassbar groß sind, so bin und bleibe ich eine Mama. Ihre Mama. Auch wenn sie längst keine Säuglinge mehr sind, dieses tiefe Verständnis dafür, was es bedeutet ein Kind zu bekommen, bleibt. Die Freude, die Sehnsucht, die Zweifel und Ängste und dann den Moment der absoluten Vollkommenheit, wenn das Kind nach der Geburt auf dem eigenen Bauch liegt… ich habe es erlebt. Das alles hat sich tief und unauslöschlich in meine Seele eingebrannt.

Und gerade weil ich weiß worüber „wir“ reden, weil ich fühlen kann, worum es geht und verstehe wie wichtig es ist, diesen Gefühlen Raum zu geben, sie in Worte zu fassen, auch wenn Worte immer unzulänglich bleiben werden …  Genau desshalb liebe ich Namensgebungen so sehr!  Ich liebe es, das Glänzen in den Augen der jungen Familie zu sehen und ich liebe es, wie die Schmetterlinge in meinem Bauch flattern, wenn das emotionale Gedächtnis aktiviert wird. (Das ist bei den Hochzeiten übrigens ähnlich, nur mal so am Rande.)

Manchmal sind es auch weniger schöne Geschichten, die an mich heran getragen werden. Manchmal hatten die Kinder und die Eltern einen holprigen, schwierigen Start in Ihr Leben. Krankheit und Intensivstation spielen dann in den ersten Tagen und Wochen eine tragende Rolle. Und die Eltern sind hin und her gerissen zwischen dem Glück ihr Baby zu haben und der begründeten Angst darum, ob es auch bei ihnen bleibt. Umso größer ist die Freude und der Grund zu feiern, wenn alles überstanden ist! Du bist da, du hast schon gekämpft! Wir haben gekämpft! Und jetzt atmen wir tief durch und freuen uns, dass wir es geschafft haben!

Natürlich schreibe ich jedem Kind eine Rede. In langen Gesprächen erzählen mir die Eltern den Werdegang des Kindes und die charakterlichen Besonderheiten, die viele Kinder schon direkt nach der Geburt entwickeln. Lustige kleine Marotten, wie zum Beispiel immer die rechte Socke auszuziehen. Und sie erzählen mir von ihren Wünschen und Hoffnungen, von den Wegbegleitern, Familienangehörigen und Paten, die ein festes Netz um das neue Menschlein aufgebaut haben.

Aus all den Informationen und den konkreten Vorstellungen gestalten wir dann gemeinsam eine Zeremonie für den/die neuen ErdenbürgerIn.

Häufig möchten die Paten einen Teil gewidmet bekommen. Es werden Koffer für die Zukunft des Babys gepackt, es werden Bilder mit guten Wünschen gestaltet, Ketten mit „Wunschkugeln“ gebastelt, Bäumchen gepflanzt, Mobiles gebaut… Ganz häufig wird gemeinsam mit den Gästen eine bleibende Erinnerung gestaltet, die dann ihren Platz im Kinderzimmer findet.

Was auch immer am Ende bei der Planung heraus kommt. Wichtig ist, dass die Familie und ich schließlich das Gefühl haben, dass es ein Fest für diesen einen kleinen Menschen ist. Ganz persönlich. Es soll Freude machen, alle, auch die Gäste, sollen Spaß haben und natürlich darf die festliche Komponente nicht fehlen. Die Mischung macht es aus!

Und damit wüsche ich mir ganz viele offene Familien, die ihr Kind mit einem besonderen Fest im Leben willkommen heißen wollen!

Bis bald!

Eure Nue

 

 

 

 

 

 

 

Im Blitzlichtgewitter

Hallo Ihr Lieben,

Sehr sträflich habe ich dieses Blog die letzten Wochen vernachlässigt. Ich gelobe Besserung!

Zu meiner Verteidigung darf ich sagen, dass ich sehr fleißig war. Meine neue Webseite ist inzwischen soweit fertig, dass nur nur der technische Teil ansteht und dann kann sie endlich online gehen.

Außerdem ist „nach der Saison vor der Saison“ und inzwischen drücken die Anfragen für die Hochzeiten 2017/2018 bereits herein. Ich hatte in den vergangenen Tagen jede Menge tolle Kennenlerngespräche und einige Planungsgespräche mit wunderbaren, tollen Paaren auf die ich mich schon unglaublich freue!!

Ich hatte ja schon vor einiger Zeit versprochen Euch an meinem Erlebnis „Fotoshooting“ teilhaben zu lassen. Es war für mich ein wenig schwierig. Wie soll ich sagen? Mein Körper befindet sich momentan nicht unbedingt im Optimalzustand? Darum habe ich auch ein wenig mit mir gehardert, ob ich das Shooting momentan wirklich machen möchte. Aber es ist halt so wie es ist und die alten Fotos sind wirklich ALT (man erkennt mich kaum wieder!). 2012 habe ich die Bilder machen lassen, da hatte ich noch hüftlange Haare und einen Dutt.

Also ran!

Für die Webseite war es wichtig, sehr unterschiedliche Fotos zu machen. Ich brauchte Bilder für die klassischen Hochzeiten, für die, die es ein wenig schräger und ausgefallener wünschen und Bilder, die die Namensgebung repräsentieren.

Einen Plan hatte ich,  jetzt gings an die Umsetzung.

Ich glaube diese Bilder sprechen für sich:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ich war so aufgeregt und sah mir drei Tage lang Schminktipps von Teenies auf Youtube an.  Ich fühlte mich angemalt wie ein Picasso, was so gar nicht meinem Naturell entspricht, und dadurch auch ein klein wenig verunsichert.

Als ich am Morgen des Shootings aus meinem Auto stieg und die wunderbare Michaela Kürten (Candypix) mich in Empfang nahm mit den Worten: „Hey du siehst so super aus, du hast dich genau richtig geschminkt! Wirst sehen, die Kamera frisst ganz viel!“ war ich einigermaßen beruhigt.

Hier in diesem Video sieht man mich noch mit Papiermanschette um den Hals, damit die weiße Bluse auch weiß bleibt und keine Makeup-Spuren abbekommt.

Das Shooting war sehr lustig und ganz entspannt. Wir hatten jede Menge Zeit und Michaela hatte (was in meinem Fall eine Ausnahme war!) ihre Kinder dabei, die das Ganze immer wieder auflockerten.

Unten seht Ihr einige der Bilder, die dabei entstanden sind. Wer mehr sehen will, muss sich leider 😉 bis zur Veröffentlichung meiner neuen Seite unter Die Wortfinderin gedulden.

So Ihr Lieben, das wars für heute! Ich verspreche jetzt wieder häufiger zu schreiben.

Liebe und Sonnenschein!

Eure Nue

 

 

 

Was zurück kommt

Die Hochzeit ist vorrüber.

Noch bevor die eigentliche Feier los geht,  ist mein Part bereits beendet. Ich trinke noch ein Gläschen (alkoholfreien) Sekt mit, stoße mit dem Brautpaar an, unterhalte mich noch ein wenig mit den Gästen…. ja und dann… dann ist „die Zeit des Gauklers vorbei“ *. Ich fahre nach Hause, oder zu meinen privaten Verpflichtungen.

Und was bleibt?

Dem Paar hoffentlich eine unvergesslich schöne Erinnerung an ihre ganz besondere, ganz persönliche Trauung.

Und mir?

Ebenfalls die Erinnerung an ein wunderbares Paar, das ich begleiten durfte. An tolle Stunden voll Lachen und manchmal auch Weinen. An Momente voll von kreativen Ideen. Die warmen Worte des vorher doch eher skeptischen Onkels oder der Großeltern, die die Trauung so schön fanden. „Ja hätte es das damals bei uns schon gegeben! Aber der Pfarrer hat uns ja gar nicht gekannt, als wir in die Kirche kamen…“ Die weiche Umarmung und die Küsschen des Brautpaares auf meinen Wangen. Ja und manchmal, immer öfter inzwischen, bekomme ich einige Wochen nach der Trauung Post. Liebe Emails voll warmer Worte der Begeisterung, Briefe, Karten und Anrufe. Einmal stand sogar eine Braut vor meiner Tür und hat mir persönlich noch ein Geschenk vorbei gebracht und mit mir einen Kaffee getrunken.

Hier ein paar der schönsten Rückmeldungen in diesem Jahr:

Liebe Nue,

vielen Dank für deine tolle Rede!
Ich habe Sie mir am Tag nach unserer Hochzeit noch mal im Bett durchgelesen und hatte wieder tränen in den Augen.

Du hast das so so toll gemacht und alles was uns ausmacht, unser Leben, das Kennenlernen bis zum Antrag so schön widergespiegelt.

Es gab wohl niemanden der nach deiner Rede unsere Lebensgeschichte nicht verstanden hätte und wenn ich mal meine Tränen im Griff hatte, dann habe ich noch sehr viel mehr Tränen bei unseren Gästen fliesen sehen.

Falls wir unsere Eheversprechen irgendwann erneuern, dann würden wir uns freuen wenn du wieder dabei bist!

S+P

Liebe Nue,
bei unserem Erstgespräch mit Dir, in dem Du Dir viel Zeit für uns genommen hast, und durch die richtigen Fragen zum richtigen Zeitpunkt geschafft, einen Einblick in unser Leben zu erhalten um dann eine Rede daraus zu basteln.

Bei der Trauung hast du durch Deine einfühlsamen Worte eine perfekte Mischung aus emotionaler Ansprache, feinem Gespür für Humor und kurzweiligen Geschichten gefunden. Ich denke eines der emotionalsten Momente war wirklich die Trauung mit Dir.

Alle unsere Hochzeitsgäste waren von Dir genauso angetan und lobten deine souveräne, charmante, liebevolle Art und Humor mit der Du wirklich alle erreichen konntest.

Leider heiratet man nur einmal. Sonst wärst Du auf jeden Fall unsere erste Ansprechpartnerin. Bleib in deiner Art wie Du bist und lass dich nicht verbiegen.

Wir sagen dir nochmal vielen Lieben Dank für eine wundervolle, emotionale und einzigarten Zeremonie!

C+M

Hallo Liebe Nue,

J. und ich können dir wirklich nicht genug für diese unvergesslich schöne Zeremonie danken!
Du hast es so wundervoll persönlich gestaltet das man es kaum beschreiben kann 🙂

Vielen Vielen Vielen Vieeeeeeelen Dank für alles 🙂
Unsere Kiste ist an diesem Tag unfassbar viel Gewachsen :-*

Ganz Liebe Grüße vom überglücken Brautpaar

J.+F

Diese Worte sind für mich alles! Sie sind es, wofür ich diese Arbeit liebe. Sie sagen mir, dass ich alles richtig gemacht habe. Es macht mich glücklich Euch als Paar glücklich zu sehen. Dafür lebe ich. Denn „Worte finden“ ist für mich mehr als ein Beruf, es ist eine Berufung. Und es bedeutet so viel mehr als eine Rede zu schreiben. Es bedeutet mit Euch als Paar zu fühlen, mich mit Euch zu freuen und mich von Eurer Begeisterung anstecken zu lassen. Manchmal bedeutet es auch für Euch kreativ zu sein und Euch ein bisschen zu Eurem Glück zu zwingen…

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Davon aber das nächste Mal!

Sonnige Grüße, Eure Nue

*frei nach Reinhard Mey „Die Zeit des Gauklers ist vorbei“

 

„Wenns dir nicht gefällt: Mach neu“*

Hallo Ihr Lieben,

„Hey, alles glänzt, so schön neu.
Hey, wenns dir nicht gefällt, mach neu. (Hou…)
Die Welt mit Staub bedeckt, doch ich will sehn wo’s hingeht.
Steig auf den Berg aus Dreck, weil oben frischer Wind weht.
Hey, alles glänzt, so schön neu.“

*  Peter Fox „Mach neu“

Ich gebe es zu, ich liebe diesen Song, auch wenn die Worte doch ein wenig drastisch sind. Und doch macht sich gerade genau diese Aufbruchstimmung bei mir breit. Eine neue Website muss her!

Vor vier Jahren habe ich meine Website entworfen. Ein Freund meines Mannes hat mir damals dabei geholfen. Es war ein harter Prozess. Ich hatte gerade beschlossen mich selbstständig zu machen, mutig zu sein und meinen Traum zu verwirklichen. Aber von Webdesign, Marketing und Corporate Identity hatte ich wirklich keine Ahnung. Zugegeben, wovon ich damals auch nicht viel Ahnung hatte war, was ich will und was ich wirklich brauche. Allerdings hatte ich eine klare Vorstellung davon, wie meine Website optisch aussehen muss. So ist sie auch geworden und nach wie vor, finde ich sie schön.

Nun  hat sich dieses Jahr so viel verändert und nun muss sich auch die Website mitverändern. Hinzu kommt erschwerend, dass viele Funktionen inzwischen nicht mehr so laufen, wie sie sollten. Einige Seiten, von denen ich zu Anfang dachte, dass ich sie ganz dringend und unbedingt brauchen würde, konnte ich nie mit Leben füllen, weil..  oh Wunder, sie im Grunde total unnötig waren.

Lange Vorrede, kurzer Sinn. Ich hatte bereits geschrieben, dass ich meine Website verändern will und heute hatte ich einen Termin bei (m)einer tollen Mediendesingnerin Stefanie Salbaum (http://www.stefanie-hafner.de/). Sie hat bereits meine wunderbaren Flyer designed und nun darf sie meine Website umkrempeln. Ich möchte jetzt nicht zuviel verraten, aber in einem dürft Ihr Euch sicher sein: „Hey, alles glänzt, so schön neu!“

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Meine wunderschönen Flyer

Abenteuer: neue Website

Hallo Ihr Lieben,

Meine Saison ist nun übermorgen offiziell zu Ende. Zeit sich Dingen zu widmen, die über die turbulente Zeit der beinahe wöchentlichen Hochzeiten liegen geblieben sind.

Eines dieser Projekte ist meine Website. Als ich vor vier Jahren angefangen habe,  ließ ich mir eine Internetseite bauen, die meinen damaligen Vorstellungen entsprach. Nun habe ich einige Jahre mit echten Paaren hinter mir. Diese Zeit hat mich und vor allem meine Arbeitsweise stark verändert. Und dadurch natürlich auch die Idee davon, wie ich mich präsentieren möchte.

Meine Website gefällt mir immer noch,  jedoch spiegelt sie nur einen ganz kleinen Teil von dem wieder, wie ich mich und die Arbeit mit meinen Paaren sehe. Ich wünsche mir ein bisschen frischen Wind, ein bisschen mehr Leichtigkeit und viel mehr Kreativität. Das alles macht mich aus.

Vor einiger Zeit habe ich die Internetseite einer Kollegin aus dem Rheinland gesehen und war sofort verliebt.  Nächste Woche habe ich einen Termin mit meiner Mediendesignerin. Mir ist bewußt, dass es viel Arbeit bedeuten wird, bis das Endresultat steht, aber ich freue mich unglaublich darauf, endlich auch meine Website so zu gestalten, dass sie zu mir passt.

Ihr dürft also auch gespannt sein, wie es mit http://www.diewortfinderin.de weiter geht!

Alles Liebe und einen goldenen Herbst wünscht Euch Eure Nue